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Monatsbericht | Sonniger April brachte große Trockenheit
Auch im zweiten Frühlingsmonat setzte sich das sonnige und milde Wetter vom März in Südbaden weitgehend fort: Es war einer der niederschlagsärmsten Aprilmonate seit 40 Jahren im Münstertal. Das geht aus Aufzeichnungen der Wetterstation Ettenheimmünster hervor.
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 11,5 Grad verabschiedete sich der April deutlich zu warm in diesem Jahr. An 15 Tagen wurde bereits die 20-Grad-Marke überschritten. Der wärmste Tag verzeichnete die Wetterstation am 28. April mit bis zu 23,2 Grad in der Wetterhütte. Kühl blieb es dagegen am 12. April. An einem der wenigen trüben Tage zeigte das Thermometer nur ein Höchstwert von 8,5 Grad an. Nachtfrost trat nur noch an einem Tag im April auf und an neun Tagen gab es Bodenfröste im Tal. Am Morgen des 2. April wurde die tiefste Temperatur mit minus 1,6 Grad Lufttemperatur und eisigen minus 6,1 Grad am Erdboden im Dörlinbachergrund gemessen. Der April brachte auch große Temperaturschwankungen zwischen Nacht und Tag. Am 23. April waren es beachtliche 20,6 Grad.
Die Sonne machte viele Überstunden: Insgesamt lachte das Zentralgestirn 252,6 Stunden auf die Ortenau herab. Es waren 60 Stunden mehr als in einem üblichen Aprilmonat. Besonders sonnig zeigte sich der April in der zweiten Monatshälfte. Da lachte das Zentralgestirn an elf Tagen mehr als zehn Stunden ins Münstertal. Insgesamt gab es 15 Sonnentage mit mehr als zehn Stunden Sonne. Die beiden sonnigsten Tage gab es am 25. und 26. April mit jeweils 13 Stunden.
Nur an drei Tagen zeigte sich der April von seiner trüben Seite mit keinem einzigen Sonnenstrahl. Den bislang sonnenreichsten April der vergangenen 36 Jahre gab es im Jahr 2007 mit gewaltigen 330 Stunden und der trübste April stammt aus dem Jahr 2008 mit gerade mal 117 Sonnenstunden.
Mit nur 24,4 Gesamtliter Niederschlag sammelten sich nur 32 Prozent der normalen Regenmenge im Münstertal an. Es war der dritttrockenste April in der Messreihe der Wetterstation seit 40 Jahren. Nur an fünf Tagen fiel messbarer Niederschlag. Am 11. April betrug die größte Tagesmenge 11,9 Liter. Vom 14. April bis zum Monatsende fiel überhaupt kein Niederschlag mehr im Tal. Es war die längste Trockenperiode seit vier Jahren. Auch auf den Höhen des Hünersedels fiel der April mit 31 Liter (33 Prozent) deutlich zu trocken aus. Üblich wären 92 Liter im April auf der Bergstation.
Der Wind wehte überwiegend schwach bis mäßig durch das Münstertal. Nur an zwei Tagen frischte der Wind auf und erreichte die Stärke sechs mit 39 Stundenkilometer. Deutlich windiger war es auf den Höhen des Hünersedels. Auf dem Hünersedelturm blies der Wind an 15 Tagen mit mehr als 39 Kilometer pro Studne. Am 29. April war es am windigsten da fegte ein stürmischer Ostwind mit bis zu 63 Stundenkilometer über den Hünersedelgipfel.
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