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Monatsbericht | Seit über 50 Jahren war es in einem November nicht mehr so trocken

Ettenheim- Ettenheimmünster (psto). Das ruhige und milde Herbstwetter mit einem Wechsel von Sonne und Nebel vom Oktober setzte sich auch im November in Südbaden weitgehend fort. Die trockene Witterung der vergangenen Monate erreichte im vergangenen Monat seinen Höhepunkt. Der November 2011 wird als bislang trockenster Herbstmonat in die Wettergeschichte im Münstertal eingehen.

Mit sehr milden Temperaturen um die 15 Grad Tagsüber und frostfreien Nächten um die fünf Grad begann der November viel zu warm in diesem Spätherbst. Erst in der zweiten Monatshälfte wurde es besonders in den Nächten deutlich kühler und die Temperaturen fielen leicht in den Frostbereich. Insgesamt traten nur acht Nachtfröste und zwölf Bodenfröste im November auf. Die kälteste Nacht gab es am 17. November mit frostigen minus 3,5 Grad Lufttemperatur und minus 4,7 Grad am Erdboden.

Am Monatsende betrug die Monatsmitteltemperatur 5,8 Grad und lag ein Grad über dem normalen langjährigen Novemberwert. Milde Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von über zehn Grad verzeichnete die Wetterstation an 14 Tagen. Der wärmste Tag des Monates gab es am ersten November mit bis zu 17,2 Grad in der Wetterhütte. Deutlich zu warm zeigte sich der November besonders auf den mittleren Höhen des Schwarzwaldes der vom Nebelwetter nur an wenigen Tagen eingehüllt wurde. Die höchste Temperatur gab es auf dem 712 Meter hohen Hünersedel am sechsten November mit beachtlichen 17,8 Grad im Schatten.

Die Sonne machte auch im letzten Herbstmonat einige Überstunden. Das Zentralgestirn schien im November insgesamt 78,8 Stunden (127 Prozent) ins Münstertal. Es gab 17 Stunden mehr Sonnenschein als üblich im November. An 17 Tagen schien die Sonne über eine Stunde vom Himmel. An acht Tagen zeigte sich der November von seiner sonnigen Seite mit über fünf Sonnenstunden. Am längsten strahlte das Zentralgestirn am ersten November mit bis zu 7,5 Stunden. Bei herrlichen Herbstwetter und milden Temperaturen konnten die Menschen in Südbaden die Sonne voll genießen. Von seiner trüben und grauen Seite zeigte sich der November an elf Tagen und das Zentralgestirn versteckte sich den ganzen Tag hinter einer dichten Nebel oder Hochnebeldecke.

Eine außergewöhnliche stabile Hochdruckwetterlage über Mitteleuropa sorgte auch in der Ortenau für viel zu wenig Niederschlag im November. Am Monatsende sammelte sich gerade mal eine Gesamtniederschlagsmenge von rekordverdächtigen 2,3 Litern (drei Prozent) an. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den November liegt bei 79 Litern. Die mageren 2,3 Gesamtliter verteilten sich an neun Tagen im November die meist in Form von Sprühregen aus dichtem Nebel fiel. Am achten November betrug die höchste Tagesmenge gerade mal 0,5 Liter. Auch bei den Außenstationen in Kappel am Rhein mit nur 4,2 Litern (sieben Prozent) und auf dem Hünersedel mit 4,6 Litern war der November in diesem Jahr so trocken wie noch nie. Auf den Höhen des Hünersedels beträgt die normale Niederschlagsmenge 107 Litern.

Nebelwetter herrschte im Münstertal an neun Tagen. Seit 14 Jahren registrierte die Station nicht mehr so viele Nebeltage in einem November.

Der Wind wehte überwiegend schwach durch die Region. So windarm zeigte sich der November seit 15 Jahren nicht mehr. Nur am vierten November frischte der Wind etwas auf mit Böen bis zu 34 Stundenkilometern. Auch auf dem Hünersedel war der November ein sehr windschwacher Herbstmonat. Die Wetterstation verbuchte nur drei Windtage auf der Bergstation mit Spitzenböen bis zu 42 Stundenkilometern am 29. November.

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