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Monatsbericht | Milder Oktober brachte einige goldene Herbsttage
Der erste Wintermonat Dezember zeigte sich von seiner überwiegend milden und trockenen Seite. Von richtigem Winterwetter mit Schnee und Kälte blieb die Ortenau weitgehend verschont. Das geht aus Aufzeichnungen der Wetterstation Ettenheimmünster hervor.
Bis zum 20. Dezember war es ungewöhnlich warm im Münstertal mit Tagestemperaturen bis zu 14 Grad. Erst danach setzte sich deutlich kälteres Wetter bis zum Jahresende durch. Die Monatsmitteltemperatur betrug 3,1 Grad und lag im normalen Durchschnittsbereich. Sehr milde Temperaturen mit mehr als zehn Grad verzeichnete die Wetterstation an zehn Tagen im Dezember. Am achten Dezember stieg die Temperatur bis auf 14,4 Grad in der Wetterhütte. Mild waren auch die Nächte und brachten kaum Frost bis zum 20. Dezember. Danach folgten die frostigen Weihnachtsfeiertage. Diese waren so kalt wie seit 15 Jahren nicht mehr. Insgesamt gab es zwölf Frostnächte und 17 Bodenfröste zu verbuchen im Münstertal. Am frostigsten zeigte sich der Silvestermorgen mit minus 8,5 Grad in zwei Meter Messhöhe und bis zu minus 12,5 Grad am Erdboden im Dörlinbachergrund. Der letzte Tag im Jahr brachte auch gleichzeitig die kälteste Nacht im gesamten Jahr 2025.
Deutlich zu trocken verabschiedete sich der letzte Monat. Mit 13,3 Gesamtliter fielen nur 17 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Der Niederschlag verteilte sich an zehn Tagen. An fünf Tagen fiel über ein Liter auf den Quadratmeter. Am 7. Dezember lag die größte Tagesmenge gerade mal bei 4,8 Liter. Schneeflocken rieselten nur am Tag des 24. Dezember, sonst fiel der Niederschlag nur in Form von Regen ins Tal. Reichlich Sonnenschein brachte der Dezember in Südbaden. Mit 65 Stunden (130 Prozent) schien das Zentralgestirn fast 20 Stunden länger als normal. An acht Tagen strahlte die Sonne über fünf Stunden. Der sonnigste Tag war der erste Dezember – da lachte das Zentralgestirn bis zu 6,3 Stunden von einem wolkenlosen Himmel. Es gab aber auch einige trübe Tage im Dezember: An zehn Tagen ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken.
An 15 Tagen herrschte Nebelwetter im Tal. Überwiegend schwach wehte der Wind im Dezember durch die Region. Nur am 7. Dezember frischte der Wind kurz mal kräftig auf und erreichte Spitzenböen von 45 Stundenkilometern. Auf dem Hünersedelturm gab es im Dezember 15 Windtage (39 Kilometer pro Stunde) und an vier Tagen stürmte es mit über 62 Stundenkilometern. An Heiligabend fegte ein Oststurm mit bis zu 72 Stundenkilometern über den Hünersedelgipfel.
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